Schule und Gesundheit

Schule hat einen klaren Erziehungs- und Bildungsauftrag, der auch zur Mitwirkung in

der Gesundheitserziehung verpflichtet.

 

1. Gesundes Frühstück

Die zum Teil unausgewogene Ernährung und zu geringe Flüssigkeitsaufnahme bei

Schulkindern führt direkt zu:

  • Konzentrationsschwächen,
  • Müdigkeit aus Mangelversorgung (kein Frühstück),
  • Karies,
  • Adipositas (durch zu fett- und kalorienreiches Essen)
  • und zu physischen oder psychischen Beeinträchtigungen (Lustlosigkeit,
  • Motivationsverlust, Unaufmerksamkeit, aggressives Verhalten).

Doch gerade Grundschulkinder benötigen viel Flüssigkeit in der Wachstumsphase.

Wer nicht oder falsch isst, kann schlechter lernen und arbeiten.

Das gemeinsame Schulfrühstück trägt dazu bei, Leistungen, Verhalten und Einsicht

zur gesunden Ernährung zu verbessern.

Viele Verhaltensveränderungen lassen sich nicht von heute auf morgen erreichen,

d.h. Schüler sollen nicht gleich „perfekt", sondern ständig etwas gesünder

frühstücken. Somit schafft das gemeinsame Schulfrühstück einen Zugang zur

Änderung des Schülerverhaltens mit langfristig gesundheitsfördernden Wirkungen.

Ebenso ist gemeinsames Essen als wesentlicher Teil der sozialen Erziehung

anzusehen.

Maßnahmen:

  • In unserer Schule haben wir durch die Bereitstellung von Wasserkästen in den

Klassenräumen das „Trinken" schon in den Unterricht integriert.

  • An unserer Schule findet eine fünf- bis zehnminütige gemeinsame

Frühstückspause in den Klassen mit anschließender Bewegungspause (große

Pause – 20 Minuten) statt.

  • Ab dem Schuljahr 2013/2014 besuchen die ortsansässigen Landfrauen die

Kinder des ersten Schuljahres und bereiten mit ihnen gemeinsam, nach einer

kurzen theoretischen Einführung, ein gesundes Frühstück zu. Unterstützt wird

diese Aktion vom Bauernverband, dem Landfrauenverband sowie den

umliegenden Lebensmittelmärkten.

  • Schulzahnärztin

Ziele:

  • zur selbstständigen gesunden Ernährungsgestaltung
  • Unterstützung der Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Kinder durch ein

gemeinsames Frühstück

  • Vorbeugung von Übergewicht und anderen Ernährungsproblemen
  • Lernen und Festigen eines gesundheitsfördernden Essverhaltens
  • Bewusste Lebensmittelauswahl
  • Stärkung des sozialen Miteinanders
  • Förderung der Kommunikation


2. Ernährungsführerschein

Ab dem Schuljahr 2008/09 wird in den 3. Klassen ein Projektunterricht durchgeführt,

in dem altersgerecht die Grundlagen einer gesunden Ernährung und ihre

Zubereitung theoretisch und praktisch (sichere Handgriffe, Zubereitung

verschiedener kalter und warmer Speisen) erarbeitet werden. Hierzu steht die gut

ausgestattete Schulküche am Vormittag zur Verfügung. Unterstützt werden können

die Lehrkräfte und Kinder durch externe Fachkräfte aus den Bereichen Ernährung

und/oder Hauswirtschaft mit pädagogischen Qualifikationen. Einzelne Themen des

Projektes (z.B. Hygiene, Ernährungspyramide) werden zusätzlich im Rahmen des

Sachunterricht erarbeitet und ergänzt.

Ziel ist es unter anderem, auch das häusliche Essverhalten der Kinder nachhaltig

positiv zu beeinflussen.

Den Abschluss des Projektes „Ernährungsführerschein" bilden die feierliche

Übergabe des Zertifikates und ein großes von den Kindern zubereitetes Buffet, zu

dem alle Eltern dieses Jahrgangs bzw. dieser Klasse eingeladen werden.

Umliegende Lebensmittelmärkte sowie der Förderverein der Schule unterstützen die

Durchführung des Abschlussbuffets durch Sachspenden (Lebensmittel).

 

3. „Bildung kommt ins Gleichgewicht"

Bildung kommt ins Gleichgewicht – Ein Gleichgewichtsprogramm zur

Lernunterstützung gesponsert durch die AOK

Nicht nur die Ernährung hat Auswirkungen auf die Lernleistung, viel hängt auch mit

der Bewegung und vor allem mit dem Gleichgewicht zusammen.

„Einseitige Überforderung von Sinnesorganen gilt ebenso wie die Vernachlässigung

senso-motorischer Grundlagen als Ursache oder Teilaspekt von Konzentrations- und

Aufmerksamkeitsschwächen, motorischer Unruhe, Lern- und

Verhaltensschwierigkeiten."1 Lernen und Gleichgewicht sind untrennbar miteinander

verbunden. In Zusammenarbeit mit dem Hessischen Kultusministerium und der

Hochschule Aalen wurde das Projekt „Schnecke – Bildung braucht Gesundheit" ins

Leben gerufen und durchgeführt. Dieses Projekt belegte, dass

(Beigel, Dorothea: „Bildung kommt ins Gleichgewicht – Ein Gleichgewichtsprogramm zur

Lernunterstützung – Begleitheft", Borgmann Media, 2011 S.7)

Gleichgewichtsschwierigkeiten bei Schülerinnen und Schülern Auswirkungen auf die

Noten zeigen.

Aus diesen Gründen haben wir uns dazu entschlossen, dieses pädagogische

Gleichgewichtsprogramm an unserer Schule umzusetzen und in allen Klassen

durchzuführen, um diesen Schwierigkeiten entgegenzuwirken. Es handelt sich um 5

verschiedene Übungen, die an jedem Schultag (zu Beginn oder während jeder

Unterrichtsstunde) durchgeführt werden. Die Übungen steigern sich im Verlauf vom

1.-4. Schuljahr von Stufe 1 bis Stufe 5. Jede Klasse legt individuell fest, mit welchem

Ritual die Übungen erfolgen – so gibt es z.B. in manchen Klassen einen

Bewegungsdienst, der an die Übungen erinnert und sie mit den Mitschülerinnen und

Mitschülern durchführt. Jede Klasse wurde mit einem sogenannten

Bewegungskalender ausgestattet, auf dem die einzelnen Übungen abzulesen sind.

Außerdem erhielt jede Klasse zwei Ballkissen, die für bestimmte Übungen eingesetzt

werden sollen – hier soll in naher Zukunft der Bestand noch aufgestockt werden.

Zusätzlich erhalten die Lehrerinnen und Lehrer in regelmäßigen Abständen

Fortbildungen, um neue Anregungen und Bestätigung zu bekommen sowie offene

Fragen klären zu können.

 

4. Sucht / Gewaltprävention

  • Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung (Eigenständig werden: Lebenskompetenz-Suchtprävention-Gewaltprävention)

  • Regelmäßige Klassenratsstunden

  • Regelmäßige Klassensprechertreffen


5. Bewegung

  • Rope Skipping nach Workshop „skipping hearts“ der Deutschen Herzstiftung

  • Erhebung von „Kiks up“ - Projekt zur Gesundheitsförderung

  • Sportprojekttage

  • Bundesjugendspiele

  • Spielehäuschen mit Kleingeräten wie Pedalos, Rollerboard, Stelzen etc. auf dem Schulhof

  • Boulderwand auf dem Schulhof

  • Klettergeräte auf dem Schulhof

  • Nutzen des Sportgeländes auch während den Pausen

  • Fortbildung durch AOK „Beweg dich, Schule: Bildung kommt ins Gleichgewicht (Gleichgewichtsprogramm zur Lernunterstützung)

  • Fortbildung durch Peter Pastuch: Bewegtes Lernen in rasenden, flimmernden und lärmenden Zeiten

  • 3.Sportstunde

  • Bewegungspausen im Unterricht

  • Rechenjogging im Mathematikunterricht

  • Englischunterricht: Wörter erlernen durch Körpereinsatz

  • Schulweg: Viele Kinder laufen in die Schule

  • Ballsport AG für alle Klassen

  • Aufbewahrung von Schulmaterialien in Fächern, dadurch Entlastung des Kinderrückens


6. Verkehrserziehung/Mobilitätsbildung

  • Motorisches Radfahrtraining

  • Nutzen der Move- it- Box

  • Radfahrausbildung im Realverkehr


7. Umwelterziehung und ökologische Bildung

  • Ordnungsdienst auf dem Schulhof

  • Kehrdienst in den Klassen

  • Mülltrennung

  • Aktion „Sauberhafter Schulweg“

  • Aktion „Saubere Gemarkung