Konzept zur Gewaltprävention 

 

Die soziale Entwicklung von Kindern wird heute vielfach belastet. Gründe sind z.B. Familienkrisen, Mangel an Zeit, Einbußen an emotionaler Zuwendung, hohen Erwartungsdruck und nicht zuletzt auch ungünstige Medieneinflüsse.

Wenn die Kinder in die Schule kommen, müssen sie erst lernen, sich aufeinander einzustellen, Regeln einzuhalten, eigene Ideen und Interessen angemessen einzubringen, mit Enttäuschungen und Einschränkungen fertig zu werden.

Kinder in diesem Alter müssen ihre eigene Position im Umgang mit anderen finden und festigen. Sie besitzen noch nicht die soziale Routine, um Diskrepanzen zwischen eigenen Wünschen, Vorstellungen und Erwartungen und dem tatsächlichen Verhalten anderer gelassen zu verarbeiten.

Die für diese Verständigung wichtigen Fähigkeiten erweitern sich im Grundschulalter und lassen sich in der Schule fördern.

Dies bringt für alle Seiten- Schüler/innen- Eltern- Lehrer/innen große Herausforderungen mit sich.

Wenn Kindern ihre Verantwortung für die Gestaltung von Beziehungen erfahrbar wird und sie Selbstregulation erproben können, verbessert sich das Sozialleben in der Klasse.

 

Literaturhinweis: Aus Achtsamkeit und Anerkennung

Materialien zur Förderung des Sozialverhaltens BZgA

 

1. Schuljahr:

 

  • Projekt im Musikunterricht: Klassenband- Projekt

  • Streitschlichter (ein Junge- ein Mädchen)

  • Durch die Auswahl der Sachunterrichts- u. Religionsthemen:

Zusammen leben und lernen in der Schule, in der Klasse

Schulordnung- Klassenregeln

 

  • Rituale z.B. Morgenkreis

 

2. Schuljahr

 

  • Themen im Sachunterricht und im Religionsunterricht

  • Ablehnung erfahren und Zuwendung zeigen

  • Zusammenleben miteinander

  • Grundwerte des Zusammenlebens

Hilfsbereitschaft

Freundlichkeit

Umgang mit Streit

Sich entschuldigen können

Versöhnung

  • Durch Klassenregeln, Verhaltensregeln in Gesprächsphasen

Durch Gesprächsforum zur Problemlösung einmal pro Woche und nach Bedarf

 

3./4. Schuljahr

 

  • Stopp- Regel

 

  • Raum für Beschwerden und Lob im Morgenkreis (Klare Grenzen setzen)

„Warme Dusche“

 

Giraffen- und Wolfssprache

s. S.46 Achtsamkeit und Anerkennung BZvG

 

  • Geburtstagskinder hochleben lassen

 

  • Kreisgespräche nach den Pausen : Mir geht es gut mit stiller Entschuldigung